Sonntag, 21. September 2014

Wie Monde so silbern

Im Carlsen Verlag erschien im Dezember 2013 der erste Band einer Fantasy-Trilogie von Marissa Meyer mit dem Titel "Wie Monde so silbern". Der Originaltitel lautet: "The Lunar Chronicles 1/Cinder".

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Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag,
416 Seiten, 18,90 €



Die Erde weit in der Zukunft: Das Cyborg-Mädchen Cinder ist eine begnadete Mechanikerin. Doch Cyborgs werden von den übrigen Menschen ausgegrenzt. zudem leidet Cinder unter ihrer Adoptivmutter. Einzig die Androidin Iko und ihre jüngere Adoptivschwester Peony sind ihre Freunde. Zu allem Unglück wütet auf der Erde eine grausame Krankheit und die Königen des Mondes droht der Erde mit Krieg. Eines Tages steht der gut aussehende Prinz Kai vor Cinders Stand und hat einen Auftrag für sie. Von da an schlägt Cinders Leben eine ganz andere Bahn ein...

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und spannend aufgebaut und einem Jugendbuch angemessen. Mit Cinders Geschichte wird das Märchen "Aschenputtel" quasi ganz neu erzählt. Man sollte aber wissen, dass lediglich nur einige Elemente mit dem klassischen Märchen übereinstimmen. Ich bin der Meinung, um das Buch zu mögen sollte man bereit sein, sich auf eine völlig neue und andere "Cinderella" einzulassen.

Cinder ist ein sehr liebenswürdiges und sympatisches Mädchen, das es allerdings sehr schwer im Leben hat. Ihre Gliedmaßen und andere Körperteile sind teilweise mechanisch, was sie zu einem Cyborg macht. Sie wurde vor Jahren adoptiert, doch ihr Adoptivvater lebt nicht mehr. Ihre übrige Adoptivfamilie, mit Ausnahme ihrer Schwester Peony, macht ihr das Leben schwer. Da Cinder ein Cyborg ist, hat sie kaum Rechte und gilt als das Eigentum ihrer Adoptivmutter.
Cinders Handwerkliches Geschick ist ihr größtes Talent. Sie verdient damit den Unterhalt der Familie. Eines Tages trifft sie so auf Prinz Kai, der von allen Mädchen vergöttert wird.
Mit Cinder konnte ich mitfühlen und mich sehr gut in sie hineinversetzen. 

Prinz Kai wird, wenn er Kaiser ist, die Verantwortung für Millionen Menschen haben. Dessen ist er sich stets bewusst. Auch er ist ein sehr netter Charakter, der trotz seines Status und seines Reichtums nicht abgehoben ist und wie ein sehr erwachsener junger Mann wirkt. 

Ein ebenfalls wichtiger, wenn auch unangenehmer Charakter ist die Königin von Luna. Der Mond, also Luna, steht im Konflikt mit der Erde. Prinz Kai will einen Krieg in jedem Fall verhindern. Lunarier können Gedanken manipulieren.

In der Geschichte kommt immer wieder Spannung auf und nur sehr wenige Passagen empfand ich als langweilig bzw. in die Länge gezogen. Der Autorin ist es durchaus gelungen, eine tolle und interessante Story zu erzählen, die manchmal allerdings etwas vorhersehbar ist.

Ein recht offenes Ende mit einigen unbeantworteten Fragen macht aber Lust auf die weiteren Bände. 



Wie ein roter Faden ziehen sich die mit dem Märchen übereinstimmenden Elemente durch die Geschichte. In diesem Buch erwarten den Leser viel Fantasy und Science-Fiction und nur weinig klassisches Märchen. Aber wer sich darauf einlassen kann und möchte, wird nicht enttäuscht werden und wirklich tolle Charaktere und eine spannende Geschichte kennenlernen. Ich möchte unbedingt mehr lesen und bin auf die weitere Entwicklung der Trilogie gespannt!
Ich vergebe vier Sternchen!


Ein gutes Buch, lesenswert!




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