Donnerstag, 24. Oktober 2013

Zeit für Eisblumen

Seit Anfang August dieses Jahres ist der neue Roman von Katrin Koppold "Zeit für Eisblumen" erhältlich. Ich habe die eBook Ausgabe als Rezensionsexemplar erhalten. Es gibt auch eine Printausgabe. Es ist der zweite Band einer vierbändigen Reihe. Der erste Teil trägt den Titel "Aussicht auf Sternschnuppen".

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Taschenbuchausgabe 8,99 €, eBook 2,99 €, 314 Seiten
Bild: amazon.de



Seitdem Fees Sohn Paul auf der Welt ist, läuft nichts mehr so richtig rund. Fee hat noch einige Schwangerschaftskilos auf den Hüften, ihr Job wächst ihr über den Kopf, und ihr Freund Sam hat mehr Kontakt zu ihrer verhassten Kollegin als ihr lieb ist. Nachdem sie auf der Arbeit einen folgenschweren Fehler begeht, verpasst ihr Chef Fee eine Zwangspause. Von da an ändert Fee so einiges. Sie trennt sich von Sam und fliegt mit ihrer Mutter nach Irland. Dort hofft sie, wieder zu sich selbst finden. Außerdem lebt dort David, ein Straßenmusiker mit dem sie einst eine Affäre hatte, und den sie nicht vergessen kann...
Nachdem mich der erste Teil "Aussicht auf Sternschnuppen" schon überzeugen konnte, freute ich mich sehr auf dieses Buch. Ich liebe Katrin Koppolds lockeren, flüssigen Schreibstil, durch welchen der Leser schnell in die Geschiche eintauchen kann.  Ich dachte eigentlich, dass mich in dieser Geschichte wieder so herrlich lustige Wortgefechte erwarten würden, wie im ersten Teil. Doch schnell wurde ich eines besseren belehrt. In diesem Teil geht es weitaus weniger locker und lustig zu. Dieses Buch ist deutlich ernster, melancholischer, wenn auch der Humor nicht ganz ausbleibt. 

Fee ist eine jüngere Schwester von Helga, um die es im ersten Band ging. Fee hat mit ihrem Freund Sam zusammen einen kleinen Sohn, Paul. Nach der Geburt fiel Fee in starke Wochenbettdepressionen, die erst nach einiger Zeit diagnostiziert und behandelt wurden. Durch diese Krankheit fiel es Fee am Anfang sehr schwer, eine Bindung zu ihrem Baby aufzubauen und auch ihre Partnerschaft litt darunter. Sie ging auch schnell wieder arbeiten, und mittlerweile wachsen ihr der Job, die Hausarbeit und die Kinderbetreuung über den Kopf. Auch in ihrer Beziehung läuft es nicht unbedingt gut. Sie leidet unter Panikattacken, welche auf ihren Stress zurückzuführen sind. Von ihrem Chef bekommt sie deshalb eine berufliche Zwangspause verpasst, nachdem ihr einige Fehler auf der Arbeit passiert sind. 
Fee durchlebt eine richtige Gefühlsachterbahn. Als sie sich dann nach einem Streit von Sam trennt, macht sie sich zusammen mit Baby Paul und ihrer Mutter Milla auf nach Irland. Sie hofft, in diesem rauen, kalten und zugleich schönem Land wieder zu sich selbst zu finden. 

Katrin Koppold ist es sehr gut gelungen, das Thema Depressionen und die damit verbundenen Probleme glaubhaft umzusetzen. Fees Handlungen wirken oft sehr egoistisch, wenn man bedenkt, dass sie ja ein Kind hat, welches an erster Stelle stehen sollte. Trotzdem macht sie auf mich keinen unsympatischen Eindruck. Ihr ist bewusst, dass zur Zeit nicht alles optimal in ihrem Leben läuft und sie möchte dies ja auch ändern. Ich als Mutter konnte mich oft sehr gut in Fee hineinversetzen und fühlte mit ihr! 
Das Ende der Geschichte war für mich auch anders als ich es erwartet hätte und es macht Lust auf den nächsten Teil.
Ja, diese Geschichte war so ganz anders als die erste. Aber genau das hat mich überzeugt! Katrin Koppold kann auch ernste Töne anschlagen und dabei trotzdem eine wundervolle, emotionale und romantische Geschichte erschaffen, die Tiefgang und tolle Charaktere hat! Ich freue mich schon sehr, noch mehr von der Familie Baum zu lesen und bin gespannt, welche Geschichten Katrin Koppold noch zu erzählen hat. Ich vergebe fünf Sternchen.

Ein sehr gutes Buch, unbedingt lesen!

Vielen Dank an die Autorin für dieses schöne Rezensionsexemplar!




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