Sonntag, 7. Juli 2013

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

2012 erschien im Carl Hanser Verlag der neue Roman von John Green "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" (Originaltitel: The fault in our stars). Sophie Zeitz hat die Geschichte übersetzt.

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gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag,
288 Seiten, 16,90 €

Die 16-jährige Hazel Grace ist unheilbar an Krebs erkrankt. In einer Selbsthilfegruppe lernt sie Augustus kennen, der ebenfalls Krebs hat. Die beiden freunden sich an. Hazel liest leidenschaftlich gerne und ihr größter Wunsch ist es, ihren Lieblingsautor einmal persönlich zu treffen. Augustus möchte ihr diesen Wunsch erfüllen...
John Green pflegt einen flüssigen, sarkastischen Schreibstil, der sich wunderbar lesen lässt und perfekt zu dieser Geschichte passt. Das Buch ist aus der Sicht von Hazel geschrieben, und wird in der Ich-Perspektive erzählt.

Hazel weiß, dass sie unheilbar erkrankt ist. Sie hat Schilddrüsenkrebs und Metastasen in der Lunge, weswegen sie ständig an ein Sauerstoffgerät angeschlossen sein muss. Nur durch Medikamente hat der Krebs sich nicht noch weiter ausgebreitet. Relativ nüchtern und teilweise auch ironisch sieht sie ihren Gesundheitszustand. Ihre Mutter meint deshalb, dass Hazel depressiv ist und schickt sie in eine Selbsthilfegruppe, mit der Hoffnung, dass Hazel dort Freunde findet und ihre scheinbar depressive Stimmung sich bessert. Dabei möchte Hazel eigentlich lieber für sich bleiben, denn sie will nicht, dass die Menschen, die sie lieben und mögen leiden, wenn sie stirbt. Sie möchte also so wenigen Menschen wie möglich mit ihrem Tod "Schaden zufügen". Hazel selbst betrachtet sich nämlich auch als "Zeitbombe", die jederzeit explodieren kann.  Doch in der Gruppe lernt sie Augustus kennen und nach und nach verliebt sie sich in ihn.

Augustus ist ebenfalls an Krebs erkrankt, allerdings gilt er seit zwei Jahren als geheilt. Er verlor durch seine Krankheit, ein Osteosarkom, ein Bein. Augustus, auch Gus genannt, ist 17 und war mir auf Anhieb durch seine offene, humorvolle Art sympatisch. Er verliebt sich fast auf Anhieb in Hazel. Sie gibt ihm ihr Lieblingsbuch "Ein herrschaftliches Leiden" zu lesen indem die Protagonisten ebenfalls Krebs hat und daran stirbt. Hazel und Gus sind in meinen Augen zwei sehr reife Teenager. Beide diskutieren oft darüber, ob es einen Himmel gibt, ob sich die Menschheit nach dem Tod an einen erinnert und ob man etwas auf dieser Welt hinterlässt. Durch den Sarkasmus der beiden kann man über manche Diskussion also durchaus schmunzeln, aber oft sind die Themen auch traurig und bringen den Leser zum nachdenken über sich und das eigene Leben. 
John Green hat ein wunderbares Werk erschaffen, dass durch seine ernste Thematik und die liebenswürdigen Charaktere besticht. Denn diese sind ganz normale Teenager, die sich neben Liebe und Freundschaft auch mit dem Tod und Sterben auseinandersetzen. Dieses sehr ehrliche Buch ist sowohl tragisch und traurig, als auch lustig und wundervoll und es lässt den Leser auch nach dem Ende nicht los. Ich vergebe verdiente 5 Sternchen!
Ein sehr gutes Buch, lesenswert!



Kommentare:

  1. Ich fand es auch richtig gut :)

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  2. Hey Kathi,
    mir hat dieses Buch auch unheimlich gut gefallen. Ich bin dadurch regelrecht zum John-Green-Fan geworden. Sein Schreibstil ist so leichtfüßig und gleichzeitig räumt er so essentiellen Themen einen Platz in seinen Romanen ein. Meiner Meinung nach trifft er damit genau den Ton, den ein Jugend- oder All-Age-Roman finden sollte.
    Liebe Grüße,
    Mareike

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  3. Oh, wie habe ich dieses Buch geliebt *-*
    Es zählt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Aber auch andere Bücher des Autors sind toll. Ich mochte zum Beispiel "Tage wie diese" sehr gerne :)

    Liebe Grüße, Fina :)

    PS: Silber ist so toll, du musst es lesen ^^

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    1. Ich möchte auf jeden Fall auch noch andere Bücher von ihm lesen! :-)

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  4. Hey!

    Bin absolut deiner Meinung *---*
    Ich liebe dieses Buch!
    Lg.

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