Dienstag, 11. Juni 2013

Bist du mein Kind?

Auf Amazon gab es dieses eBook lange Zeit kostenlos. Geschrieben wurde es von der Autorin Gilda Laske. Mittlerweile gibt es auch eine Printausgabe (*klick*)zu kaufen. Es ist der erste Roman der Autorin und ein zweiter ist auf Grund vieler Leserwünsche schon in Planung. 



Produkt-Information
Taschenbuchausgabe, 354 Seiten, 9,96 €
Bildquelle: http://www.amazon.de


Als im von der Familie sehnlichst erwarteten Frankreich-Urlaub der 4-jährige Maxi entführt wird, bricht für Monika und ihren Mann eine Welt zusammen. Trotz dessen, dass sie alles daran setzen ihr Kind zu finden, bleibt der Kleine verschwunden. Jahre später nimmt die Familie wegen eines Schüleraustauschs einen Jungen aus Frankreich für eine Woche bei sich auf. Schon bald kommt Monika der Verdacht, dass es sich dabei um ihren Sohn Maxi handeln könnte. Ihr Mann Wolfgang hält sie zunächst für verrückt. Doch nach und nach fällt auch ihm die große Ähnlichkeit zwischen Maxi und seinem ältesten Sohn auf, und auch er beginnt sich zu fragen, ob dieser Junge sein Sohn sein könnte...



Die Geschichte wird aus der Sicht von Monika erzählt. Die Autorin pflegt einen leicht verständlichen und angenehm zu lesenden Schreibstil. Was mich allerdings beim Lesen gestört hatte war, dass in der eBook Ausgabe viele Sätze durch Absätze unterbrochen wurden, was mir das Lesen teilweise etwas erschwerte. 

Diese Geschichte ging mir sehr unter die Haut. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, das Leid und die Verzweiflung der Eltern dem Leser nahe zu bringen. Die Handlungen, die die Familie und vor allem Monika unternimmt um ihren mittleren Sohn wieder zu finden, konnte ich gut nachvollziehen. 
Da die Familie in dem fremden Land ohne Hilfe aufgeschmissen wären, bekommen sie Unterstützung von einem französischen Geheimdienst, der von Jean-Marie, einem sehr gut aussehenden Franzosen geleitet wird. Dieser Geheimdienst verfolgt die Entführer, die schon viele andere Kinder entführt haben, schon sehr lange. Mit Jean-Marie kommt der Einzige Punkt ins Spiel, der mich an dem Roman störte. Monika verliebt sich nämlich in ihn. Und das war für mich absolut nicht nachvollziehbar, denn welche Frau könnte sich schon in einer solchen Situation urplötzlich verlieben? Ich hätte absolut nichts anderes im Sinn, als mein Kind wieder zu finden! Diese Beziehung, die nicht sein darf, weil Monika schließlich verheiratet ist, nimmt neben der Entführung Maxis einen großen Platz in der Geschichte ein, die über die Jahre, die im Buch vergehen, immer wieder thematisiert wird. 

Die Geschichte bietet dem Leser immer wieder große Spannungsbögen, die es einem schwer machen, das Buch aus der Hand zu legen. 


Diese Geschichte wird nicht nur Eltern berühren. Für mich war sie, bis auf die Sache mit der Liebe zwischen Monika und Jean-Marie, sehr realitätsnah. Stellenweise ist dieses Buch aber gerade deswegen keine leichte Kost, das sollte einem vorher klar sein. Mich ließ die Vorstellung, das eigene Kind durch eine Entführung zu verlieren, lange nicht los. Ich vergebe dieser Geschichte vier Sternchen!


Ein gutes Buch, lesenswert!


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