Montag, 11. Februar 2013

Dance of Shadows


Im bloomoon Verlag erschien jetzt im Februar "Dance of Shadows" von der Autorin Yelena Black. Es ist der Auftakt zu einer neuen Buchserie. 


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Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
384 Seiten, 17,99 €



Vanessa wird an der New Yorker Ballettakademie aufgenommen, um dort zur Ballettänzerin ausgebildet zu werden. Doch eigentlich geht es ihr um etwas ganz anderes als das Tanzen: Vor ein paar Jahren verschwand ihre ältere Schwester Margaret spurlos. Auch sie war auf der Akademie und eine begnadete Tänzerin. Vanessa will alles daran setzen, den Verbleib ihrer Schwester aufzuklären. Auch Vanessa ist eine hervorragende Tänzerin. Doch sie merkt schnell, dass etwas seltsames an der Schule vor sich geht. Sie sieht seltsame Schatten und hört Stimmen, die sie davor warnen, weiter an der Schule zu bleiben. Immer wenn Vanessa zu tanzen beginnt, verliert sie sich komplett in den Bewegungen. Zunächst weiß sie nicht, wie gefährlich das ist...
Zunächst möchte ich einmal das wunderschöne Cover loben! Toll, dass der Verlag dasselbe wie im Original verwendet hat. Es spiegelt wirklich toll die Thematik der Geschichte wieder. 
Die Autorin pflegt einen leicht verständlichen, typischen Jugendbuch Schreibstil, der sich sehr gut und flüssig lesen lässt. 
Das Thema Dämonen und Ballett ist sicher ungewöhnlich. Allerdings ist es mal was Neues und passt hier sehr gut zusammen. Leider hätte die Autorin einiges besser umsetzen können. 

Die 15-jährige Vanessa ist ein Charakter, mit dem sich viele junge Mädchen identifizieren werden. Sie ist sehr natürlich und bodenständig. Wenn ihr jemand Komplimente macht, ist sie oft peinlich berührt und traut sich gar nicht, diese auch anzunehmen. Sie ist halt trotz ihres Talents bescheiden geblieben.
Für mich war sie auch, neben Justin und Zep, einer der interessantesten Charaktere. Die meisten Nebencharaktere sind, wie z.B. Vanessas Freundinnen, eher oberflächlich und blass. Auch die Rollenverteilung ist typisch und klischeehaft. So gibt es an der Schule die wunderschönen aber zickigen und hochnäsigen Oberschülerinnen, den Schwulen guten Kumpel und die Clique mit den besten Freundinnen. 
Vanessa verliebt sich gleich zu Beginn der Geschichte in den schönsten und besten Schüler der Akademie - Zeppelin, genannt Zep. Es entwickelt sich nach und nach eine junge, scheinbar unschuldige Liebe zwischen den beiden, die kritisch und sorgenvoll von Justin, einen anderen gutem Tänzer beobachtet wird. 
Aus Justin wird man zunächst nicht schlau, mal ist er nett zu Vanessa, mal sehr ruppig und unfreundlich, weshalb Vanessa ihn auch nicht leiden kann. Zudem stalkt er sie regelrecht.

Die Geschichte baut am Anfang eine gute Spannung auf, welche allerdings zur Mitte hin nachlässt. Der Tanz steht dann im Vordergrund, die Proben, Vanessas Tagesablauf und die aufkeimende Beziehung zu Zep. An dieser Stelle muss ich auch etwas anmerken: Ich finde die Idee wirklich toll, Ballett zum Thema eines Buches zu machen. Leider kenne ich mich damit nicht aus und so war es schwer für mich, mir die einzelnen Tanzpositionen (Plié, Arabesque, etc.) nicht vorstellen. Es wäre schön gewesen, wenn man beispielsweise ein Glossar zum Nachschlagen ins Buch eingebaut hätte. 

Eine andere Sache, die nicht nachvollziehen kann und die ich unlogisch finde ist, dass seit Jahren Schüler von der Schule verschwinden, aber niemand etwas unternimmt. Die Polizei ermittelt nicht. Die Eltern scheinen überhaupt nicht besorgt zu sein (mit Ausnahme von Vanessas Eltern), oder das verschwinden ihrer Kinder in irgendeiner Weise zu bemerken. 

Erst die letzten Seiten bauen wieder eine gute Spannung auf und es kommt einiges ans Licht. Auch die Sache mit Justin klärt sich auf. 
Die Autorin löst aber längst nicht alles auf und so ist auf jeden Fall noch genügend Stoff für weitere Bände vorhanden. Trotzdem endet die Geschichte ohne großen Cliffhanger. Allerdings kam am Ende alles sehr schnell zu einem Schluss und das wirkte wiederum etwas zu überstürzt auf mich. 
Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Buch bewerten soll. Mit dem Lesen habe ich mich nicht schwer getan und die Geschichte hat mich schon einigermaßen gefesselt. Aber auf Grund der vielen kleinen Schwächen habe ich mich entschieden drei Sterne zu vergeben. Insgesamt ein gutes Buch, das seine Schwächen und Ungereimtheiten hat und aus dem man mehr hätte rausholen können.
Das Buch ist gut, hat aber einige Schwächen!





Danke an:


vorablesen     und     bloomoon - unendlich gut lesen!







Kommentare:

  1. Schöne Rezi:) Mal sehen, ob ich das Buch noch lesen will, habs mir irgendwie besser vorgestellt:)
    LG

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  2. Ja ich hab´s mir auch besser vorgestellt. Aber richtig schlecht war´s ja trotzdem nicht! Ich weiß allerdings nicht, ob ich die Folgebände auch lesen möchte.

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  3. Danke für die Rezi! Ich habe jetzt schon einige "naja"-Meinungen gelesen und werde mir das Buch wohl nicht zulegen, da ich jetzt auch nicht der große Ballettfan bin.

    Liebe Grüße, Nabura

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    1. Habe auch viele mittelprächtige Bewertungen gesehen. Wenn du dich für Ballett eh nicht interessierst, dann rate ich dir echt vom Lesen ab. Es würde dir sicher nicht so gefallen.

      Liebe Grüße

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