Samstag, 19. Januar 2013

Wie Blüten im Wind

Im Januar dieses Jahres erschien im Ullstein Verlag der neue Roman von Kristin  Hannah. "Wie Blüten im Wind" war unter anderem auf der Bestsellerliste der New York Times. Übersetzt hat Marie Rahn.

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Taschenbuch, 496 Seiten
8,99 €
Die beiden Mädchen Mia und Lexi sind beste Freundinnen und unzertrennlich. Auch als sich Lexi in Mias Zwillingsbruder Zach verliebt und mit ihm zusammenkommt, ändert sich nichts daran. Doch eines Tages haben die drei einen schweren Autounfall und Mia stirbt. Lexi nimmt alle Schuld auf sich und muss ins Gefängnis. Doch ihre Liebe zu Zach bleibt bestehen. Nur scheint diese Liebe keine Chance mehr zu haben...
Die Autorin pflegt einen schönen, leicht verständlichen Schreibstil. Erzählt wird aus Sicht der dritten Person der jeweiligen Charaktere. Man liest die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Personen und erfährt somit, wie diese die verschiedenen Situationen selbst erleben. 

Alexa Baill, genannt Lexi, ist zu Beginn der Geschichte 14 Jahre alt und eine Waise. Sie lebte jahrelang in vielen verschiedenen Pflegefamilien und im Heim ohne je zu wissen wie es ist, eine Familie zu haben. Nach dem Tod ihrer Mutter, die immer wieder im Gefängnis saß und zudem schwer Drogenabhängig war, kommt Lexi zu ihrer Großtante Eva, von der bisher niemand wusste, dass es sie gibt. Sie nimmt Lexi bei sich auf. Das arme, einsame Mädchen hat nun erstmals in ihrem Leben ein zuhause. 
Auch die gleichaltrige Mia ist auf ihre Art einsam. Zwar hat sie eine Familie die sie liebt, aber nicht einen einzigen Freund. Mia ist ein Zwilling, und das krasse Gegenteil ihres Bruders Zach. Zach ist so zu sagen der Sunnyboy der Schule. Er ist sehr beliebt, hat viele Freunde und ist sehr aufgeschlossen. Mia dagegen ist schüchtern und hat kaum Selbstbewusstsein. Kontakte kann sie auf Grund dieser Charakterzüge keine knüpfen.
Beide Mädchen können einem nur leid tun. Der Autorin ist es mehr als gut gelungen, die Traurigkeit und die Einsamkeit der beiden dem Leser nahe zu bringen. Überhaupt habe ich alle Charaktere schnell in mein Herz geschlossen. Selbst Jude, die über vorsorgliche Mutter der Zwillinge. Jude ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Übermutter. Sie tut alles für ihre Kinder und hat eine unglaubliche Angst um sie. Ihre Gedanken kreisen stehts nur um das Wohl ihrer Kinder. Solche Mütter gibt es. Und auch, wenn mich diese teils panischen Gedanken zunächst etwas nervten, konnte ich mich dennoch damit anfreunden. 

Das Buch ist in zwei Abschnitte unterteilt mit insgesamt gibt es 27 Kapitel. Der erste Abschnitt handelt hauptsächlich vom Erwachsenwerden und den damit verbundenen Problemen und Erlebnissen, von Freundschaft und der ersten Liebe und den Sorgen einer Mutter. Man kann also sagen, dass der Leser viel Leichtigkeit im ersten Teil erfährt. Das ändert sich im zweiten Abschnitt. Dieser ist geprägt vom Verlust Mias. Es herrscht viel Traurigkeit und Verzweifelung. Fortan ist eine bedrückende Stimmung präsent. 
Für mich war dieses Buch eines der besten, welches ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich war zutiefst berührt und habe regelrecht mit den Charakteren mit gelitten. Eine wunderschöne, traurige Geschichte, mit tollen Charakteren und einer sehr gefühlvollen Story, die junge Leser und vor allem aber auch Mütter ansprechen wird. Wer dieses Buch liest, sollte sich Taschentücher bereithalten! Ich vergebe fünf Sternchen!
Ein sehr gutes Buch, unbedingt lesen!


Habt ihr dieses Buch schon gelesen? Wie ist eure Meinung dazu?



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