Dienstag, 15. Januar 2013

Splitterherz

Bei script5 erschien Anfang 2010 der Roman "Splitterherz" von Bettina Belitz. Es ist der erste Teil einer bereits abgeschlossenen Trilogie. 

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630 Seiten, 19,90 €
Gebundene Ausgabe mit 
#Schutzumschlag

Elisabeth, genannt Elisa, zieht mit ihren Eltern von Köln rauf aufs Land. Ihr Vater ist Psychologe und hat in der Nähe eine neue Stelle. Elisa ist alles andere als begeistert, denn es fiel ihr schon immer schwer, neue Kontakte zu knüpfen. Sie möchte nur Abi machen und dann so schnell es geht wieder weg.
Doch dann lernt sie Colin kennen und trotz seiner scheinbaren Arroganz und Unnahbarkeit kann sie sich ihm nicht entziehen. Doch Elisas Vater Leo hütet ein Geheimnis, weswegen er und Colin zu Gegnern werden...
Die Autorin pflegt einen flüssigen, leicht verständlichen Schreibstil. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Elisa erzählt. Somit kann man sich sehr gut in sie hineinversetzen.
Elisa ist 17 und wird auf der neuen Schule von allen gemieden. Sie macht auf alle einen hochnäsigen Eindruck und weiß das im Grunde auch. Aber leider gelingt es ihr nicht, sich in ihre Mitschüler hineinzuversetzen und an ihrer Abweisenden Art etwas zu ändern, weshalb sie seit jeher nur schwer Freunde findet. Was sie allerdings gut kann ist es sich anzupassen. Das bedeutet allerdings auch, dass sie nicht sie selbst ist.

Am Anfang liest sich die Geschichte wie ein reines Jugendbuch, dass vom erwachsen werden und der damit verbundenen Schwierigkeiten erzählt. Das ändert sich erst, als der mysteriöse Colin ins Spiel kommt. Von dort an erhält die Geschichte ihren Fantasy-Anteil, der aber erst noch recht klein ist. 
Man wird als Leser langsam an den eigentlichen Kern des Buches herangeführt.
Mit dem kennenlernen von Colin ändert sich einiges in Elisas Leben. Sie lüftet das große Geheimnis ihres Vaters, welches dieser bis dahin gut gehütet hatte. Elisa wusste vorher nicht einmal, dass in ihrer Familie nicht alles normal ist. 
Ihr Vater ist ein halber Nachtmahr, ein Wesen, dass sich von den Träumen der Menschen ernährt und den Menschen dabei schadet. Colin hingegen ist ein reiner Nachtmahr. Elisas Vater untersagt ihr den Kontakt zu Colin, weil er um ihre Sicherheit fürchtet. 
Die Beziehung zu Colin kommt nur sehr langsam zustande, was wirklich gut umgesetzt ist. Nach und nach erfährt man immer mehr über ihn. Er gewährt Elisa über ihre Träume Einblicke in seine Vergangenheit. 
In den Charakter von Elisas Vater erhält der Leser, zumindest in diesem Band, noch nicht allzu viele Infos. Auch die anderen Charaktere bleiben, bis auf Elisas neu gewonnenen Freund Tillmann, eher blass.
Die Geschichte endet eigentlich ohne Cliffhanger. Trotzdem macht das Ende Lust auf die Folgebände. 
Ich hatte keine allzu großen Erwartungen von "Splitterherz", da die Meinungen dazu ja recht auseinander gehen. Mich konnte die Geschichte aber in ihren Bann ziehen und ich fühlte mich durchweg gut unterhalten! Vor allem die beginnende Liebesbeziehung von Elisa und Colin ist toll umgesetzt. Deshalb werde ich auch die restlichen Bücher lesen und vergebe hier 4 Sterne.
Ein gutes Buch, lesenswert!




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