Dienstag, 8. Januar 2013

Das Herz des Bösen

Im vergangenen August erschien im Goldmann Verlag der neue Roman von Joy Fielding "Das Herz des Bösen". Übersetzt wurde das Buch von Kristian Lutze.

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Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
384 Seiten, 21,99 €

Valeries Ehemann Evan hat sie vor kurzem wegen einer jüngeren Frau verlassen. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, droht ihr nun auch noch ihre 16-jährige Tochter Brianne zu völlig entgleiten. Durch eine Verkettung von Umständen landet Valerie mit der verhassten Rivalin, ihrer Tochter und zwei Freunden in einem Luxushotel in den Bergen. Dort ereigneten sich vor kurzem einige Morde. Valerie ahnt nicht, dass die Mörder bald ihren Weg kreuzen werden...

Ich war zunächst etwas irritiert. Ein Roman mit einem Titel, der eher einen Thriller vermuten lässt. Jedoch handelt es sich wirklich um einen Roman, der lediglich Thriller-Elemente enthält. Man sollte sich vom Titel also nicht verwirren lassen.
Zum Schreibstil der Autorin gibt es nicht viel zu sagen. Der lässt sich gut und flüssig lesen. 
Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, die immer wieder aus der Sicht der jeweiligen Hauptcharaktere erzählen (nicht Ich-Perspektive sondern dritte Person).
Im Prolog des Buches macht man Bekanntschaft mit einem alten Ehepaar, das von einem durchgeknallten, jungen Pärchen brutal ermordet wird. Dieses Pärchen zieht regelrecht eine Blutspur hinter sich her und ihre Morde machen einen Teil der Geschichte aus. Aber dieser Teil nimmt nur den wenigsten Platz des Buches ein.
An zweiter Stelle kommt die Rivalität von Valerie, der verlassenen Ehefrau, und Jennifer, der Verlobten von Valeries Noch-Ehemann. 
Beide landen mit Vals pubertierenden Tochter Brianne und zwei Freunden von Val in einem Luxushotel in den Bergen, wo sich zeitgleich das mordende Pärchen aufhält. 
Es kommt immer wieder ein wenig Spannung auf, denn ab und zu gibt es kurze Szenen mit den beiden Mördern. Ansonsten ist die Geschichte eher interessant als spannend geschrieben. 
Die Stimmung zwischen den beiden Rivalinnen ist durchaus angespannt, schließlich möchten beide nicht mehr Kontakt zueinander als nötig. Doch durch die Tatsache, dass sie sich ein ganzes Wochenende am selben Ort aufhalten und auch Vals Tochter Brianne viel Sympathie für Jennifer hegt, wird diese Stimmung immer unangenehmer für alle Beteiligten.

Im letzten Viertel des Buches wird die Spannung nochmal richtig angeheizt, denn Brianne flüchtet nach einem Streit mit ihrer Mutter mit ihrem Freund, den sie heimlich trifft, und beide geraten nacheinander in Fänge der Mörder.
Ich musste lange überlegen, ob ich nun drei oder vier Sterne vergebe. Die Geschichte war an sich nicht schlecht, jedoch kam mir das mordende Pärchen etwas übertrieben und unglaubhaft vor. Es hätte auch mehr Spannung sein dürfen. Irgendwie erwartet man von einem Joy Fielding Buch mehr. Aus diesen Gründen habe ich mich dann für eine drei-Sterne-Wertung entschieden. Das Buch ist ok, aber mit Einschränkungen.
Das Buch ist gut, hat aber einige Schwächen!



Kommentare:

  1. Ich habe es in der Hand gehabt und doch wieder weggelegt, weil ich ein wenig skeptisch war.
    Jetzt weiss ich erst recht nicht, ob die berechtigt war oder nicht. Da sollte ich noch ein wenig länger drüber nachdenken.

    Aber eine schöne und ausführliche Rezi.

    LG Shou

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    1. Danke dir!
      Wenn du halt etwas mehr Spannung und Nervenkitzel erwartest, wirst du wahrscheinlich etwas enttäuscht werden.
      Aber sonst ist es kein schlechtes Buch!

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  2. Klingt eigentlich recht spannend, aber deine Kritikpunkte kann ich gut verstehen, stört mich auch oft sowas! Tolle Rezi, mal sehen, ob ich Joy Fielding mal ausprobiere :)

    LG, Fina

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    1. Dankeschön :-)
      Ja, teste mal ob Joy Fielding was für dich wäre, normalerweise sind die Bücher besser.

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