Donnerstag, 28. Juni 2012

Mein Jahresurlaub: Türkei

Ich möchte an dieser Stelle meine Rezension für das Hotel abgeben, in dem ich meinen Jahresurlaub verbracht habe. Es handelt sich um das 5-Sterne (international 4 Sterne Plus) Hotel Gypsophila Holiday Village in Okurcalar.
eine der beiden Snackbars
einer der beiden Pools
ein kleiner Teil des Standes

Das Gypsophila Holiday Village Resort liegt direkt am Meer. Mit dem Flugzeug fliegt man von Deutschland (je nach Flughafen) gut drei Stunden. Gelandet wird in Antalya. Von dort muss man noch ca. 1 1/2 Std. mit dem Bus zum Hotel fahren. Den Bus muss man nicht bezahlen, er wird vom Hotel gestellt. Das Schöne am Hotel ist, dass es kein riesiger Hotelblock ist, sondern eine sehr große Gartenlandschaft, wo viele kleine Häuser verteilt sind. Das ist wirklich sehr schön, denn man hat dadurch noch mehr Privatsphäre. In einem Haus sind ca. 8 Zimmer mit jeweils einen Balkon pro Zimmer. Ich hatte mit meiner Familie ein Doppelzimmer. Man hat sehr viel Platz im Zimmer und auch das Bad ist wunderschön und bietet genug Platz. Wir hatten unser Zimmer im ersten Stock. Es war mit einem Doppelbett, einem Einzelbett, einem Babybett, Fernseher, Schrank und Schminktisch, sowie Telefon und kleinem Kühlschrank ausgestattet. Im Bad gab es eine Badewanne mit Duschfunktion und einen sehr großen Waschtisch mit Spiegel. Alle Zimmer sind mit einer Klimaanlage ausgestattet. Leider gibt es keine Fahrstühle. Seine Sachen muss man also alle selber hoch schaffen. Ausser bei der Ankunft, da kommt ein Kofferträger und trägt einem alles in sein Zimmer hoch 
Blick vom Balkon über die Anlage
Das Zimmer









        



Die Art der Verpflegung ist übrigens ausschließlich All inklusive! Man bekommt aber keine Bändchen, was ich persönlich sehr schön finde, denn ich hasse die Dinger. Alle Hauptmahlzeiten werden in dem Speisesaal eingenommen, welcher zwischen den beiden Poollandschaften liegt. Neben Frühstück, Mittag- und Abendessen, gibt es noch eine Snackzeit und Kaffee. Die Hauptmahlzeiten gab es in Büffetform. Und was für eins! Alle erdenklichen Obst und Gemüsesorten, sowie alles mögliche an warmen Speisen. Jeden Tag etwas anderes, aber immer war für jeden etwas dabei. Abends wurde zusätzlich immer draussen viel verschiedenes gegrillt. Der für mich einzige Wehrmutstropfen war, dass es eben kein Schweinefleisch gab. Türkei eben. Die Snacks zwischen den Mahlzeiten nimmt man an den zwei verschiedenen Snackbars ein. Es gibt dann Pommes, Hotdogs, Sandwiches, Obst, Gemüse, Kuchen und Kekse. Getränke gibt es auch alles mögliche. Zur Kaffeezeit natürlich auch Kaffee. Einzig Eis muss man bezahlen. Pro Kugel 50 Cent. Das finde ich sehr schade. Für mich bedeutet All inklusive nunmal, dass alles kostenlos ist. Und ich verstehe den Sinn nicht, hier Geld zu nehmen. 
Übrigens wurde die Gastronomie bereits mehrmals ausgezeichnet für die frischen Waren und die gute Qualität der Speisen. Schmeckt man! Es gibt auch ein Fischresturant, welches man einmal kostenlos besuchen darf. Das ist allerdings ein Witz! Wunderschön aufgemacht aber das Essen... Man hat nur ein einziges Menu zur Auswahl. Echt ne Enttäuschung wenn man an all die anderen tollen Speisen denkt. Ins Fischresturant würde ich kein zweites Mal hingehen. Zumal mein Kind gar nichts zu essen bekam, obwohl es für ihn mit eingedeckt war!

Wie oben schon erwähnt gibt es zwei große Poollandschaften mit mehreren Rutschen (zeitweise geöffnet), Babybecken, Whirpoolfunktionen und verschiedenen Wassertiefen. Rund um die Pools sind genug Liegen verteilt und auch Sonnenschirme sind reichlich da. Es wird sehr viel an Animation gemacht, die Animateure sind aber nie aufdriglich! Wer also, wie ich, seine Ruhe haben möchte, braucht darum keine Angst zu haben. Für Kinder ab vier Jahren gibt es einen Miniclub mit vielen tollen Aktionen für die Kinder. Für jüngere und ältere Kinder ist immer etwas dabei und so wird auch den kleinen nie langweilig und Mama und Papa haben auch mal Zeit für sich. Außerdem gibt es noch eine große Hüpfburg und ein überdachtes Spielparadies für die Kinder, welches in zwei Bereiche (für Kleinkinder und ältere Kinder) unterteilt ist. Am Strand gibt es ebenfalls ein großes Klettergerüst mit Rutsche. Für Abwechselung ist also gesorgt.

Am Hotelstrand stehen ebenfalls sehr viele Liegen, welche überdacht sind. Der Sand bei den Liegen ist relativ fein. Der übrige Strand besteht aber leider aus großen Steinen und Kies. Man sollte also gut aufpassen wenn man ins Wasser gehen möchte. Ansonsten sind überall Stege, sodass man gut am Strand entlang laufen kann. Auch führt ein großer, langer Steg übers Wasser. So kann man besser ins Meer gelangen oder sich darauf sonnen. Verschiedene Wassersportarten werden angeboten, diese kosten allerdings etwas.
Der Strand in der Dämmerung
Blick vom Steg übers Meer
Auf dem Steg
Wer gerne schöne Urlaubsfotos von sich und seinen Lieben haben möchte, dem empfehle ich den Hoteleigenen Photographen! Man vereinbart einen Termin zum Shooting und bekommt wunderschöne Fotos! Das Shooting ist unverbindlich und kostenlos. Wenn einem die Fotos gefallen, bezahlt man 5 Euro pro Foto im Format 13x18. Wir haben einen Paketpreis vereinbart. Wir bezahlten 180€ für ein Fotoalbum mit 25 Bildern und zwei CDs mit allen Fotos drauf. Das waren ca. 200 Stück! So günstig kriegt man das hierzulande nicht. 
Es gibt auch einen Friseur, sowie zwei kleine Läden im Hotel. Dort kriegt man Klamotten und Lebensmittel und Zeitschriften, sowie Souvenirs. 

Sauberkeit schreibt man im Gypsophlia sehr groß! Die Anlage wird täglich gepflegt, Fliesen und Liegen gesäubert und die öffentlichen Toiletten und die Zimmer täglich gereinigt. Das Zimmermädchen kommt jeden Tag und putzt das Bad und macht die Betten. Bei bedarf werden die Handtücher täglich gewechselt. Die Handtücher für den Strand bzw. Pool allerdings nicht. Da kostet das Wechseln 30 Cent pro Handtuch. Wir waren eine Woche da. Während dieser Zeit hat das Zimmermädchen sogar einmal alles gründlich gereinigt, also auch gesaugt bzw. gewischt und überall Staub gewischt. Es war wirklich immer alles tip-top! Man bekommt übrigens jeden Tag eine große Flasche Wasser aufs Zimmer gebracht, weil das Leitungswasser gechlort ist und man es nicht zum Zähneputzen oder trinken verwenden kann. Man sollte lieber kein Zimmer im Erdgeschoss nehmen, da es in warmen Ländern leider oft Kakerlaken gibt. Es wird vom Hotel aus mit Gift gegen die Kakerlaken gesprüht, aber ich würde zur Sicherheit noch ein Mittel gegen die Viecher mitnehmen. Das dort dieses Ungeziefer vorkommt hat nichts mit Unreinheit zu tun. Das ist in so warmen Ländern nun mal häufig ein Problem.

In nicht allzu großer Ferne (1,5km vom Hotel) liegt der Alara grande Bazar. Dort sind viele Geschäfte zum Einkaufen, sowie Apotheken. Es fährt alle halbe Stunde ein kostenloser Bus dort hin, sowie alle 15 min. ein kostenpflichtiger. Wenn man den nimmt bezahlt man für eine Strecke, für zwei Erwachsene und ein Baby zwei Euro. Ganz in Ordnung meiner Meinung nach. Die nächste Stadt ist gut 10km vom Hotel entfernt.
Jeden Freitag wird 50 Meter vom Hotel ein Bazar aufgebaut. Dort kann man dann auch den ganzen Tag lang shoppen.
Ein anderes tolles Ereignis ist der so genannte "Türkische Abend", der jeden Freitag im Hotel satt findet. Dort gibt es dann ganz besondere Speisen!
Büffet am türkischen Abend

kunstvoll verzierte Melonen










Ich hatte einen wunderschönen, erholsamen Urlaub! Was nicht zuletzt an dem netten, zuvorkommenden Servicepersonal lag, welches einigermaßen gut deutsch spricht, zumindest an der Rezeption und im wichtigen Sevicebereich. Das dort vor allem deutsch gesprochen wird, liegt daran, dass 80% der Urlauber Deutsche sind. Ansonsten gibt es noch ein paar wenige Russen und Serben. Da es ja vor allen Dingen ein familienfreundliches Hotel ist, gab es für mich keine unangenehmen Situationen wie z.B. Saufeskapaden der anderen Urlauber oder laute Partys. Ich hatte immer einen sehr erholsamen Schlaf!

Das war das beste Hotel in dem ich bis jetzt gewesen bin und ich würde gerne noch einmal dort meinen Urlaub verbringen. Die Anzahl der Sterne ist absolut gerechtfertigt! Vielen Dank an das Gypsophlia Hotel für diesen herrlichen Urlaub! 

Freitag, 8. Juni 2012

Thriller: Saeculum

Letztes Jahr erschien im Loewe Verlag der Thriller "Saeculum". Geschrieben wurde er von Ursula Poznanski. Es handelt sich hierbei um ein Jugendbuch, man kann diesen Thriller also nicht mit "echten" Thrillern vergleichen wie z.B. "die Chemie des Todes" von Simon Beckett. Dieses Buch können meiner Meinung nach ruhig Personen lesen, die nicht so starke Nerven haben ;-)

Hier mehr Infos


Der Schutzumschlag spiegelt
die düstere Stimmung der Story
wieder. 496 Seiten, 9,95 €


Die Story ist in der dritten Person geschrieben und handelt von dem 20-jährigen Medizinstudent Bastian. Dieser bricht mit neu gewonnenen Freunden und Bekannten zu einer so genannten Mittelalter Convention in die Wildnis auf. Es gibt keinen Strom, Handys, etc. Und man darf auch keine Lebensmittel mitnehmen oder Klamotten, die es nicht auch schon im Mittelalter gegeben hat. Es sollen ein paar spannende und Tage und eine ganz neue Erfahrung für Bastian werden, denn so etwas hat er noch nie zuvor gemacht. Und er lässt sich auch eigentlich auch nur wegen seiner "Flamme" Sandra darauf ein. 
Doch schon kurz nach der Ankunft in dem Wald kommt es zu einigen bösen Überraschungen. Was scheinbar daran liegt, dass der Wald verflucht sein soll...

Die Geschichte hört sich für mich spannend an. Sie lässt sich flüssig lesen und der Schreibstil ist weder zu ansprechend, noch ist er zu kindisch oder langweilig. Allerdings finde ich die Bezeichnung Thriller nicht ganz passend. Ich würde es eher in die Kategorie Gruselgeschichte einordnen ;-) Vielleicht bin ich aber auch einfach voreingenommen was dieses Genre angeht. Ich habe die Bücher von Simon Beckett gelesen, welcher ja wirklich richtige Thriller schreibt, die diese Bezeichnung durchaus verdient haben. Aber es handelt sich hier ja auch um ein Jugendbuch. 
Die Geschichte nimmt eine gute und überraschende Wendung was das Thema Fluch betrifft. Ab ungefähr der Hälfte des Buchs kommt dann auch mehr Spannung auf. 
Ich würde dieses Buch älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen empfehlen.


Eine durchaus gelungene Geschichte, vor allem, wenn man sich ähnlich wie die jungen Erwachsenen im Buch, für Mittelalter und Conventions interessiert. Aber auch wenn man damit nicht viel am Hut hat, so wie ich, wird man Gefallen an dem Buch finden.
Ich vergebe vier von fünf Sternchen :-)


Ein gutes Buch, lesenswert!


Samstag, 2. Juni 2012

Kurzrezension: Die Tribute von Panem: Flammender Zorn

So, nun habe ich die Trilogie der Tribute von Panem gelesen und das innerhalb von 6 Wochen. Das ist schon mal ein gutes Zeichen dafür, dass die Story was taugt. Hätte die Geschichte mir nicht gefallen, hätte ich nach dem ersten Buch gar nicht weiter gelesen. Übrigens habe ich zuerst den Film im Kino gesehen, dann die Bücher gelesen. Und ich muss sagen: Der Film war toll (wenn auch teilweise schockierend). Und ich habe es nicht bereut nach dem Film die Bücher zu lesen. Normalerweise sind Verfilmungen ja immer schlechter bzw. enttäuschender als ein Buch. Das ist hier nicht der Fall, was wohl auch daran liegt, dass die Autorin, Suzanne Collins, auch das Drehbuch schrieb.

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Gebundene Ausgabe mit
Schutzumschlag

Der abschließende Teil der Geschichte um Katniss und Peeta handelt davon, dass Peeta vom Kapitol gefangen genommen wurde und Katniss zusammen mit den Rebellen versucht ihn zu befreien und das Kapitol und damit die Regierung Panems zu stürzen. 
Vom ersten Teil der Trilogie war ich begeistert wie nur selten von einer Story. Es war durchweg spannend geschrieben und ich konnte mich nur schwer davon losreißen (trotz dass ich die Handlung durch den Film schon kannte). Auch der zweite Band war super, wenn auch die Handlung nicht ganz sooo spannend war wie im Buch davor. 


Mein Fazit
Böse Zungen behaupten ja, dass Suzanne Collins die Geschichte von sich bekämpfenden Menschen (bzw. Jugendlichen) nur geklaut hat. Es gibt wohl noch ein oder zwei Geschichten die den Tributen von Panem sehr ähnlich sind. Ich kenne keine von diesen anderen Erzählungen. Und es spielt auch keine Rolle. Es gibt Millionen von verschiedenen Büchern und Geschichten auf der Welt. Natürlich ähneln sich da einige. In der fantastischen Literatur ähneln sich sogar sehr viele Geschichten und keiner beschwert sich. Also gehe ich auf diesen Vorwurf erst gar nicht weiter ein.
Ein anderer Punkt ist, dass ich schon von vielen gehört habe die der Meinung sind, die Erzählweise der Autorin wäre einfach und plump. Damit sind Sätze gemeint wie z.B.: "Ich ging ins nach draussen. Ich schaute zum Himmel. Heute war ein warmer Tag..."
Ja, es stimmt. Die Erzählweise IST einfach. Aber man muss bedenken, dass die Geschichte aus der Sicht eines 17-jährigen Mädchens erzählt wird. Schaut man sich dazu noch den eigenwilligen und ziemlich wortkargen (teilweise auch manchmal mürrischen) Charakter der Protagonistin an, merkt man sofort dass diese Erzählweise absolut zu diesem Mädchen passt. Die Story wirkt dadurch viel glaubhafter auf mich. Außerdem ist die Buchreihe ja vor allem für Jugendliche ab 14 Jahren geschrieben worden. Meiner Meinung nach hat die Autorin alles richtig gemacht.
Eine sehr packende und spannende Trilogie. Teilweise aber auch schockierend wenn man die Tatsache bedenkt, dass sich Kinder gegenseitig abschlachten.
Der Trilogie vergebe ich insgesamt vier von fünf Sternchen. Dem letzten Band gebe ich auch vier Sternchen :-)


Ein gutes Buch, lesenswert!