Donnerstag, 27. Dezember 2012

Ich fürchte mich nicht

Mit "Ich fürchte mich nicht" schrieb die junge Autorin Tahereh Mafi den ersten Band einer Trilogie. Im Sommer dieses Jahres erschien der erste Band im Goldmann Verlag.

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Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, 16,99 €
320 Seiten

Die 17 jährige Juliette ist seit fast einem Jahr in Isolationshaft unter Menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht. Der Grund dafür ist, dass sie eine tödliche Gabe besitzt. Sie kann Menschen bei Berührung töten. Kontrollieren kann sie dies nicht. Eines Tages wird ein junger Mann namens Adam zu ihr in die Zelle gesperrt. Langsam freunden sich die beiden an. Nach einiger Zeit werden beide zu einem jungen Befehlshaber des Reestablishments gebracht. Und dieser junge Kommandeur ist sehr daran interessiert Juliettes Fähigkeiten für seine Pläne zu nutzen...
Das besondere an diesem Buch ist der wohl sehr spezielle Schreibstil der Autorin. Anhand von Metaphern bringt sie Juliettes Gefühle und Gedanken zum Ausdruck. Entweder man liebt dies, oder man hasst es. Ich musste mich erst mit diesem Schreibstil anfreunden. Aber er passt sehr gut zu Juliettes Charakter.

Die Erde in Tahereh Mafis Geschichte ist größtenteils von den Menschen zerstört. Die Natur stirbt. Die Menschheit versinkt in Chaos. Auf Grund dessen gründeten einige Menschen das Reestablishment, welches die ganze Welt in Sektoren unterteilt und diese -recht erbarmungslos- regiert. Man kann eigentlich schon von einer Diktatur reden, die jeglichen Aufstand der Rebellen aufs schärfste bekämpft.
In dieser Gesellschaft wächst Juliette also auf. Sie ist ein sehr einsames Mädchen, dass nie Liebe erfahren hat. Ihre Eltern gaben sie im Alter von 14 ab. Sie kamen, wie alle anderen Menschen, nicht mit der tödlichen Gabe ihrer Tochter zurecht und betrachteten sie als Monstrum. Von da an wurde Juliette von einer Anstalt in die nächste gebracht und musste teilweise Höllenqualen durchleben. Diese Erlebnisse trugen zur Formung ihres Charakters bei. Sie ist unglaublich traurig und quasi schon Schizophren. 
Als Adam in ihr Leben tritt, ist er seit langem der erste Mensch zu dem sie Kontakt hat und der zugleich nett zu ihr ist. Er ist in etwa so alt wie Juliette, sehr gut aussehend und durchtrainiert. Juliette erinnert sich, dass sie und Adam in dieselbe Schule gingen. Doch scheinbar erkennt Adam sie nicht.
Zunächst ist völlig unklar, woher Adam kommt und wieso er ausgerechnet zu Juliette gesperrt wird. Aber nach und nach fasst Juliette Vertrauen zu ihm, denn er ist sehr darum bemüht, zu ihr durchzudringen. Dieses Vertrauen wird aber zunächst erheblich gestört, als Juliette erfährt, dass Adam zum Reestablishment gehört.
Man erahnt allerdings, dass die Beziehung und Anziehung dieser beiden Charaktere diese Geschichte prägen wird.

Ein anderer interessanter Charakter ist der junge Befehlshaber Warner, der Juliette zu sich holen lässt. Er ist ein wahrer Psychopat, der seine Macht voll ausnutzt und mit Vorliebe Menschen foltert und tötet. Juliette weiß nicht, was sie von ihm halten soll. Sie hasst ihn einerseits abgrundtief dafür dass er sie benutzen will, andererseits ist sie drauf und dran sich ihm zu öffnen.

Zur Geschichte an sich möchte ich anmerken, dass diese zwar nicht neu ist, aber trotzdem fesselnd ist und durch die undurchsichtigen Handlungen von seitens Warner eine schöne Spannung bis zum Schluss hält.
Zu Beginn dauerte es einige Zeit, bis ich mich mit dem Schreibstil und der Geschichte an sich anfreunden konnte. Nach etwa 75 Seiten habe ich mich dann voll in die Handlung eingefunden und war innerhalb von zwei Tagen mit dem Buch durch. Ich mag die Geschichte und freue mich auf den nächsten Band. Allerdings ist es schwer eine Empfehlung auszusprechen, wenn man an den sehr speziellen Schreibstil denkt. Wer sich mit diesem nicht anfreundet, wird sich mit dem Buch quälen. Unter dieser Berücksichtigung vergebe ich vier Sterne. Ein gelungener Auftakt!


Ein gutes Buch, lesenswert!


Der Trailer ist übrigens toll!





Kommentare:

  1. Hmmm...ich tu mich mit außergewöhnlichen Schreibstilen auch immer etwas schwer. Dann wird das Buch wohl noch etwas länger auf meinem SuB liegen :D

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    1. Nachdem ich angefangen hab zu lesen, lag das Buch auch erstmal einige Wochen rum. Der Schreibstil ist wirklich seeehr speziell. Zum glück hab ich mich dann doch mal rangetraut :-)

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    2. Es beruhigt ja schon mal, dass das Buch ansonsten gut zu sein scheint.

      Bücher mit anstrengendem Schreibstil eignen sich bei mir immer für den Sommerurlaub :D Dann habe ich Zeit und kann mich in Ruhe mit dem Geschriebenen auseinander setzen...

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  2. Mir ging es mit dem Schreibstil ähnlich. Anfangs hatte ich so meine Probleme, aber man gewöhnt sich irgendwann daran :)
    Dieses Buch ist wirklich etwas besonderes :)

    Liebe Grüße
    Sibel

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